STANDORTBEZOGENES FÖRDERKONZEPT

 

Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern einen fördernden Unterricht mit differenzierten Lernangeboten und -zugängen unter Berücksichtigung individuell notwendiger Arbeitszeit sowie unterschiedlicher Vorkenntnisse bieten.

 

Wir bemühen uns um ein individuell förderliches Lernklima, welches Demotivation vermeiden und an den Stärken der Schülerinnen und Schüler anknüpfen soll.

 

Die Förderung unserer Schülerinnen und Schülern verstehen wir als pädagogischen Auftrag und als ein elementares Prinzip unseres Unterrichts. Wir wollen damit einerseits die bestmögliche Entwicklung der Leistungspotenziale aller Schülerinnen und Schüler erreichen, andererseits Lernversagen – und damit auch negative Beurteilungen – möglichst verhindern.

In diesem Fall werden im Rahmen des Frühwarnsystems von den Lehrkräften besondere Fördermaßnahmen zur Vermeidung einer negativen Beurteilung mittels Analyse der Lerndefizite unter Einbeziehung der individuellen Lern- und Leistungsstärken und Fördermöglichkeiten erarbeitet. Diese Maßnahmen werden in strukturierter Form mit den Erziehungsberechtigten besprochen und gegenseitig Fördervereinbarungen getroffen. Eine konstruktive, kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten ist uns sehr wichtig.

 

 

 

- Expliziter verpflichtender Förderunterricht

 

Durch Arbeit in Kleingruppen sollen innerhalb einer Wochenstunde pro Klasse individuelle und differenzierte Fördermaßnahmen ein potenzielles Schulversagen oder eine bevorstehende Klassenwiederholung verhindern. Zudem wird ermöglicht, nicht nur Sachkompetenz, sondern vor allem auch die Selbstkompetenz des Kindes zu stärken. Durch begleitenden Einsatz von digitalen Medien wird die Entwicklung einer ebensolchen Kompetenz ermöglicht.

 

 

 

- Förderung von Schülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache

 

Innerhalb einer Deutschförderklasse oder mittels eines Deutschförderkurses erlernen Kinder mit ungenügenden bzw. mangelhaften Deutschkenntnissen die Unterrichtssprache Deutsch so weit, dass sie dem Unterricht gemäß ihrer Schulstufe folgen können. Eine zusätzliche Fördermöglichkeit für Schülerinnen und Schüler mit einer anderen Erstsprache als Deutsch besteht in Form eines „Besonderen Förderunterrichts Deutsch“ bzw. in der Unverbindlichen Übung Muttersprache (z.B.: Türkisch oder Albanisch).

 

 

 

-  Förderung von begabten/interessierten/vorgebildeten Schülerinnen und Schüler

 

Ein differenziertes Unterrichtsangebot, offene Lernformen (in Kleingruppen, Arbeit mit Kopfhörern etc.), der Einsatz digitaler Medien (Smartboard, Bee-Bots,...) und diverser Lernprogramme (Onilo, Antolin, Lernmax) sowie Projektarbeit bieten individuelle Lernanreize.

 

Mit zusätzlichen Lernangeboten in Form von unverbindlichen Übungen, wie z.B.: „Bläserklasse“, „Streicherklasse“, „Singklasse“, „Interessen-u. Begabungsförderung Englisch“ sowie „Nachbarsprache Slowakisch“ wollen wir den musischen bzw. sprachlichen Interessen und Begabungen unserer Schülerinnen und Schüler gerecht werden.

 

Mit der möglichen Teilnahme an Sommerakademien sowie an Kursen der Science School Niederösterreich wird den wissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schülern ein hochwertiger Zugang zu Wissenschaft und Forschung ermöglicht.

 

Das Projekt KINDERKINOWELTEN NIEDERÖSTERREICH bietet uns die Möglichkeit, Filmvorführungen international preisgekrönter Kinderfilme an der Schule abzuhalten.

 

 

 

- Zusätzliche Förder- und Stützmaßnahmen

 

Ein Team von Stützlehrerinnen, Lernberatungslehrerinnen für Lese- und Rechtschreibschwäche bzw. für Mathematik, eine Sprachheillehrerin, eine Beratungslehrerin und eine Mitarbeiterin der Fachstelle für Inklusion und Diversität unterstützen unsere Förderarbeit. In bestimmten Fällen kann ergänzend ein Gutachten der schulpsychologischen Beratungsstelle angefordert werden.

 

 

 

- Angebote für den Erwerb wichtiger Kompetenzen und Fähigkeiten

 

Die Selbst-und Sozialkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler soll durch Lernkompetenz- Trainingsmethoden oder Tutorensysteme gesteigert werden. Soziales Lernen nach dem Buddy- Prinzip und Peer-to- Peer Learning bewirken, die Kluft zwischen kognitivem, sozialem und emotionalem Lernen zu verringern und somit eventuell bestehende Entwicklungsdefizite abzubauen.

 

Diverse öffentliche Auftritte der Musikschwerpunktklassen, Musicalaufführungen, die Teilnahme an (schulbezogenen) Veranstaltungen wie z.B. am Girl´s Day des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie oder die Teilnahme an der Safety-Tour („Kinder- Sicherheitsolympiade“) zielen ebenso darauf ab, die Selbst- und Sozialkompetenz der Kinder zu stärken.

 

Ein vielfältiges Angebot an „Forschertagen“, Workshops zum Thema „Erneuerbare Energien“ und Umweltthemen bieten den Lernenden Gelegenheit, ihre dynamischen Fähigkeiten zu verbessern.

 

Ein einwöchiges pädagogisches Zirkusprojekt ermöglicht den Kindern der dritten Schulstufe ein Eintauchen in eine dreidimensionale Welt- eine essentielle Erfahrung beim Lernen. Nebenbei ist ein bedeutender Zuwachs an Selbst- und Sozialkompetenz zu verzeichnen.

 

„ MÖWE“- Präventiv-Workshops „ Trau dich“ für die 3. u. 4. Klassen verfolgen die Zielsetzung, die Gefühlswahrnehmung der Kinder zu sensibilisieren und diese in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken. Sie erfahren einerseits, ihre emotionalen und körperlichen Grenzen wahrzunehmen und sie zu verteidigen, anderseits die Grenzen anderer zu akzeptieren.

 

Beim Saferinternet- Workshop „i-s-i-Impulstag“ wird den Kindern der bewusste Umgang mit dem Internet vermittelt.

 

Die Entwicklung sozialer und personaler Kompetenz wird an unserer Schule auch durch Tiergestützte Pädagogik in Form des Projektes „Besuchshund in der Klasse“ bzw. durch die Teilnahme an „Friedenstagen“ auf der Burg Schlaining gefördert.

 

Die regelmäßige Mitwirkung beim Umwelttag ihrer Heimatgemeinde und die Teilnahme an der Aktion „STRASSHOF RÄUMT AUF“ sensibilisiert unsere Schülerinnen und Schüler dafür, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

 

Auch die rege Beteiligung an karitativen Sammelaktionen der youngCaritas wie z.B.„KILO GEGEN ARMUT“ bzw. die „ SCHULSACHEN-SAMMELAKTION“ oder unser Engagement an der vom Elternverein veranstalteten „SAMMLUNG FÜR WEIHNACHTEN IM SCHUHKARTON“ begünstigen diesen Prozess.

 

Diverse Kooperationsprojekte mit der Allgemeinen Sonderschule sensibilisieren unsere Schülerinnen und Schüler für die besonderen Bedürfnisse eines jeden Menschen und stärken somit die Sozialkompetenz.

 

 

 

- Maßnahmen an den schulischen Nahtstellen

 

Kindergarten: Für die zukünftigen Schulanfänger werden Schnuppervormittage in der Schule angeboten und mit den Kindergarten- Pädagoginnen gemeinsame Aktivitäten geplant. Elterninformationstreffen zur Schuleinschreibung sowie ein Elternabend im Juni sollen helfen, den Weg des Kindes in die Volksschule zu ebnen.

 

NMS Strasshof: Besuchsstunden der NMS- Nahtstellen-Lehrkräfte an der Volksschule und Aktionstage unserer Schülerinnen und Schüler an der NMS erfreuen sich großer Beliebtheit.

 

Die Nahtstelle zu sämtlichen weiterführenden Schulen (NMS Strasshof, Konrad Lorenz-Gymnasium, NMS Matzen, MMS Auersthal) wird in diversen Schullaufbahn- Beratungen transparent gemacht.

 

 

Die Vielzahl an zusätzlichen, qualitativ hochwertigen Angeboten wäre nicht möglich ohne die wohlwollende Unterstützung durch den Elternverein der Volksschule Strasshof und unserem Schulerhalter, der Gemeinde Strasshof.

 

Im Namen meines Teams möchte ich daher für die bisherige und zukünftige Kooperation zum Wohle unserer Schülerinnen und Schüler meinen aufrichtigen Dank aussprechen.

 

 

 

                                                                            Gabriele Berl-Martha

                                                                                   Schulleiterin